Kirche St. Engelbert (Hattingen-Niederbonsfeld)
Die Kirche St. Engelbert wurde im Jahr 1900 errichtet. Sie liegt am Kressenberg im Deilbachtal. Der Innenraum erinnert an eine Scheune: Grund ist das unverkleidete Sprengwerk des hölzernen Dachstuhls.
Mit einem Pontifikalamt ist am 30. Juni 2024 die Kirche St. Engelbert in Hattingen-Niederbonsfeld außer Dienst gestellt worden. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck feierte die letzte Heilige Messe mit Mitgliedern der Gemeinde und vielen anderen der Kirche verbundenen Menschen aus der Pfarrei und darüber hinaus. Rund 90 Männer, Frauen und Kinder waren gekommen, um Abschied zu nehmen. Am Ende der Heiligen Messe trugen Messdienerinnen und Messdiener die Marienfigur und das Evangeliar in das gegenüber liegende Gemeindeheim am Kressenberg, und Pastor Marius Schmitz trug das Allerheiligste dorthin. Mit Bischof Overbeck sprachen die Gläubigen im Gemeindeheim das Schlussgebet und erhielten seinen Segen. Von dort aus ging das Allerheiligste dann auf den Weg nach Niederwenigern, wo es in der Kirche St. Mauritius einen Platz findet.
Das Gemeindeheim wurde seitdem auch weiterhin für Gottesdienste genutzt. Mit Kaufvertrag vom November 2025 wurde es an Familie Seidel aus Niederbonsfeld verkauft und von der Familie langfristig dem Projekt „Kresse zweipunktnull“ zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Projekts „Dritte Orte“ und mit Förderung des Landes NRW wird das Gebäude ein Ort zum Beispiel für Kultur, Begegnung und Gemeinschaft.
Was die ehemalige Kirche St. Engelbert betrifft: Im April 2026 stimmten der Kirchenvorstand – wie auch der Pfarrgemeinderat – der Pfarrei dem Verkauf von St. Engelbert an das Architekturbüro „entwerfen + realisieren GmbH trieschmann architekten“ aus Hattingen-Niederbonsfeld zu. Zukünftig soll das ehemalige Gotteshaus als Büroraum genutzt werden. Durch einen Glaskubus im ehemaligen Mittelschiff wird ein offener und freundlicher Bürobereich mit sechs bis sieben Arbeitsplätzen entstehen. Gleichzeitig wird der ehemalige Altarraum der Gottesdienstgemeinde eine geistliche Heimat bieten. Und für Besucher*innen, die die ehemalige Kirche besuchen wollen, steht das denkmalgeschützte Gebäude während der Bürozeiten auch weiterhin zur Besichtigung offen.
(Stand: April 2026)