Palliativ Kongress Ruhr

15.09.2017 09:50
von Redaktionsteam hattingen-katholisch.de
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Der 3. Palliativ Kongress Ruhr, eine Fortbildungsveranstaltung für alle professionellen und sonstige Interessierten, die rund um die Behandlung und Betreuung sterbenskranker Patienten (= Palliativversorgung) tätig sind, lädt am Mittwoch, den 27.09.2017, um 18:00 Uhr zu einem Publikumsabend (Eintritt frei) in das RuhrCongress-Zentrum Bochum ein:

Von Dirk Vorderstraße - Franz Müntefering (SPD), CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31872046

Franz Müntefering zur "Zukunft der Palliativversorgung"

Franz Müntefering, auch DHPV-Ehrenpreisträger für sein herausragendes Engagement in der Hospiz- und Palliativarbeit, speziell Strukturen und Rahmenbedingungen, spricht als Hauptredner zum 10 jährigen Jubiläum des Palliativnetzes Bochum e.V. über das Erreichte und die Zukunft der Palliativversorgung in der Bundesrepublik.

2007 trat Müntefering von allen seinen politischen Ämtern zurück, um die letzte Zeit mit seiner sterbenden Frau verbringen zu können. Diese Begleitung und diese Erfahrung hat ihn nicht mürbe gemacht, sondern ihn gestärkt. Immer wieder tritt Franz Müntefering für die Sterbenden und die Trauernden ein. „Den Menschen, die sterben, und denen, die um sie trauern müsse [...] gezielt geholfen werden.“

Von Müntefering stammt auch der Satz “Dem Sterbenden helfen statt Sterbehilfe!“ Wenn man dann das Sterbebett zur Hilfe besucht, wenn man den Todkranken umarmt, eventuell noch ein Gespräch mit ihm sucht, wenn man mitbekommt, wie jemand die Kontrolle verliert, wie er Schwierigkeiten beim Trinken oder Essen hat oder eventuell auch weint, dann stellt man eventuell sogar erleichtert fest: es ist viel unbeschwerter miteinander so umzugehen.

Für Franz Müntefering war die Zeit, in der er seine Frau gepflegt hat, eine sehr wertvolle, wie er immer wieder erklärt. Er spricht dann sogar von einem „unglaublichen Vorteil“, Menschen in den letzten Wochen ihres Lebens begleiten zu dürfen. Daher ist für Müntefering auch der Ausdruck “Sterbehilfe“, wie er heute gemeint ist, etwas völlig anderes und sei deswegen auch“ begrifflich ein Problem“.

„Die Qualität unserer Gesellschaft entscheidet sich nicht daran, ob wir Selbsttötung legalisieren, sondern wie wir mit Sterbenden insgesamt umgehen!“
(www.palliativkongress-ruhr.de/publikumsabend)

Foto: (C) Esther Münch

"Wallis Wahrheiten"

Im künstlerischen Teil des Abends geht es dann um "Wallis Wahrheiten". Seit 1980 begeistert Esther Münch alias Reinigungskraft "Walli" ihr Publikum als Kabarettistin, Sängerin, Moderatorin und Sprecherin.

Mit ihrem Ein-Frau-Kabarettprogramm „Waltraud Ehlert“ hat sie, seit 1996 bei zahlreichen Kleinkunstbühnen, Empfängen, Matinees und Veranstaltungen namenhafter Unternehmen, aufgeräumt. 

Ob bei Jürgen v. d. Lippe in der ARD, im ZDF bei Volle Kanne Susanne oder diversen Sendungen von TM3, WDR3 und SAT1, überall fegte „Waltraud Ehlert“ alias Esther Münch mal ordentlich durch und hinterließ ihre schnoddrigen Ruhrpott-Spuren in den Lachmuskeln und Köpfen der Menschen.

1999 wurde ihr der Landeshörfunkpreis NRW für besonders kreative Leistung verliehen. (www.esther-muench.de)

 

Alle Informationen zum 3. Palliativ Kongress Ruhr finden Sie hier.

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